Schmerztherapie bei chronischen Schmerzen in 1080 Wien

Psychotherapie und psychologische Schmerztherapie können Ihnen bei chronischen Schmerzen helfen, wenn diese Ihre Lebensqualität im Alltag mindern.

Malen in der Schmerztherapie 1080 Wien

Beschreibung des Themas

Chronische Schmerzen unterscheiden sich grundlegend von akutem Schmerz, da sie ihre ursprüngliche biologische Schutz- und Warnfunktion verloren haben und als eigenständiges Krankheitsbild existieren. Im Sinne des etablierten bio-psycho-sozialen Schmerzmodells wirken somatische Veränderungen, kognitiv-affektive Bewertungsprozesse und zwischenmenschliche Interaktionen kontinuierlich zusammen. Durch neuronale Plastizität und zentrale Sensitivierung entwickelt das Nervensystem schrittweise ein »schmerzspezifisches Signalgedächtnis«. Die Schmerzpsychotherapie bzw. psychologische Schmerztherapie greift genau an dieser Schnittstelle an: Sie zielen nicht primär auf die ausschließliche mechanische Beseitigung des körperlichen Reizes ab, sondern fokussieren die bewusste Veränderung der zentralnervösen Schmerzverarbeitung sowie die Entkopplung von Schmerzempfinden und psychischem Leiden.

Bedürfnisse von Klient*innen in der Therapie

Menschen mit chronischen Schmerzsyndromen suchen therapeutische Unterstützung meist nach langjährigen Odysseen durch das medizinische System. Bisher haben sich Klient*innen mit folgenden Anliegen an uns gewandt:

  • Betroffene Personen haben häufig die Erfahrung gemacht, von Behandler*innen nicht ernst genommen oder vorschnell als psychisch labil abgestempelt zu werden. Entsprechend kommen Klient*innen mit dem Bedürfnis nach Validierung der eigenen Schmerzerfahrung, also dass ihnen geglaubt wird und sie in ihrem Erleben ernst genommen werden.
  • Mit dem Wunsch nach der Wiedererlangung persönlicher Selbstwirksamkeit angesichts des erlebten Kontrollverlusts gegenüber dem eigenen Körper.
  • Mit dem Bedürfnis nach einer Reintegration des schmerzenden Körpers in das eigene Selbstkonzept sowie der Wiederentdeckung existenzieller Sinnzusammenhänge trotz funktioneller Einschränkungen.
  • Mit dem Bedürfnis nach Reduktion des Schmerzerlebens.
Angenehme Therapieräume in der Schmerztherapie 1080 Wien
Moderne Schmerztherapie in 1080 Wien: ganzheitliche Behandlung, Schmerzbewältigung und Entlastung für Angehörige.

Auflistung von Symptomen

Körperliche Ebene

Körperlich manifestiert sich chronischer Schmerz häufig durch anhaltende oder rezidivierende Gewebespannungen, funktionelle Bewegungseinschränkungen, chronische Erschöpfungszustände (Fatigue) sowie erhebliche Schlafstörungen, die durch die fehlende nächtliche Regenerationsfähigkeit den Schmerzreiz verstärken. Parallel dazu treten vegetative Begleitsymptome wie muskuläre Hypertonie oder gastrointestinale Reaktionen auf.

Psyche und Verhalten

Auf der Ebene der Psyche und des Verhaltens zeigen sich charakteristische Erlebensmuster: Katastrophisierende Gedanken bezüglich der Schmerzintensität, ausgeprägte Angst-Vermeidungs-Muster (Fear-Avoidance), anhaltende depressive Verstimmungen sowie ein ambivalenter Umgang mit Schmerzen, der zwischen körperlicher Überforderung und vollständigem sozialen Rückzug schwankt. Diese kognitiven und emotionalen Belastungen verstärken über neuroendokrine Stressreaktionen wiederum die Schmerzwahrnehmung.

Gesamtprävalenz in Österreich

In Österreich sind schätzungsweise rund 1,5 Millionen Menschen von chronischen Schmerzen betroffen, was etwa 20 bis 25 Prozent der Erwachsenenbevölkerung entspricht. Epidemiologische Erhebungen verdeutlichen, dass chronische Schmerzzustände zu den häufigsten Ursachen für langwierige Krankenstände, den Verlust von Lebensqualität und vorzeitige Erwerbsunfähigkeit zählen. Die Prävalenz steigt mit zunehmendem Lebensalter deutlich an, wobei degenerative Erkrankungen des Bewegungsapparates und neuropathische Schmerzsyndrome die Statistik anführen.

Behandlungsmöglichkeiten

Die evidenzbasierte klinische Psychologie und humanistisch-orientierte Psychotherapie bei chronischen Schmerzen setzen an der individuellen Wahrnehmung und Bewältigung des Schmerzerlebens an. Im Zentrum steht der Auf- und Ausbau einer nachhaltigen Schmerzbewältigung. Durch Achtsamkeitsbasierte Verfahren, die gezielte Arbeit an der Wahrnehmungskontrolle sowie interpersonelle Therapieansätze lernen Klient*innen, schmerzauslösende Stressoren zu identifizieren, muskuläre und neuronale Fehlregulationen zu modulieren und den emotionalen Widerstand gegen den Schmerz abzubauen. 

Das therapeutische Setting bietet einen geschützten Raum, um körperliche Grenzen neu zu verhandeln und den Fokus wieder auf Ressourcen und persönliche Lebensziele zu richten.

Eine nachhaltige Behandlung erfordert in der Regel ein interdisziplinäres, multimodales Konzept. Erst die enge Verknüpfung von medizinischer Versorgung, physiotherapeutischer Aktivierung und spezialisierter Schmerzpsychotherapie ermöglicht eine Reduktion der Schmerzintensität und sichert eine dauerhaft verbesserte Lebensqualität.

Unterstützung und Entlastung für Angehörige

Chronische Schmerzerkrankungen belasten nie nur die betroffene Person allein, sondern greifen tief in das gesamte Familiensystem und die partnerschaftliche Dynamik ein. Angehörige bewegen sich häufig in einem Spannungsfeld aus Hilflosigkeit, Überforderung und eigenen Schuldgefühlen. Psychotherapeutische Beratung und systemische Entlastungsangebote unterstützen Partner*innen und Familienmitglieder dabei, ein gesundes Gleichgewicht zwischen fürsorglicher Zuwendung und notwendiger Abgrenzung zu finden, Co-Chronifizierungsmechanismen (wie das unbewusste Verstärken von Schmerzverhalten) zu erkennen und die eigene psychische Stabilität aufrechtzuerhalten.

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Carola Gassner, Klinische Psychologin in 1080 Wien

Gassner Carola

Klinische Psychologin

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