Psychotherapie bei schweren körperlichen Erkrankungen in Wien 1080
Auswirkungen von körperlichen Erkrankungen auf den Lebensalltag
Die Konfrontation mit einer schweren körperlichen Erkrankung – sei es eine lebensverändernde Krebsdiagnose, eine chronische Krankheit wie Multiple Sklerose, Parkinson, Herz-Kreislauf-Leiden oder eine Autoimmunerkrankung – zieht Betroffenen nicht selten den Boden unter den Füßen weg. Neben der medizinischen Behandlung verändert der Umgang mit der Diagnose das gesamte Dasein, fordert das bisherige Selbstbild heraus und stellt tiefgreifende existenzielle Fragen. Unsere psychotherapeutische und psychologische Begleitung bei körperlicher Erkrankung in Wien bietet hierbei einen geschützten Rahmen, um die emotionale Belastung zu strukturieren, die eigenen Körperwahrnehmungen neu einzuordnen und Wege zu einer nachhaltigen Krankheitsbewältigung zu entwickeln, die das körperlich-seelische Zusammenspiel würdigt.Bedürfnisse von Klient*innen in der Therapie
Bei körperlichen Erkrankungen wandten sich bisher Klient*innen mit folgenden Anliegen an uns:
- Mit dem Bedürfnis nach einem unbewerteten Raum zum Verarbeiten von Trauer, Wut und existenzieller Angst, in dem auch negative oder belastende Gefühle Platz haben dürfen, ohne sofort gelöst werden zu müssen.
- Mit dem Wunsch nach Reintegration des veränderten oder versehrten Körpers in das eigene Selbsterleben und Körperbild, um dem Gefühl des Ausgeliefertseins gegenüber medizinischen Eingriffen wirksame Selbstbemächtigung entgegenzusetzen.
- Mit dem Wunsch nach Klärung und Neuorientierung von Lebensentwürfen sowie Beziehungsmustern.
- Mit dem Wunsch um Unterstützung im Umgang mit Angehörigen und dem sozialen Umfeld sowie in der Kommunikation der Erkrankung.
- Zum Erarbeiten von Bewältigungsstrategien von neu aufgetretenen Phänomenen (z. B. Panikattacken, Schlafproblemen, Fatique, körperliche Grenzen, …).
Symptomkomplex und psychosoziale Belastungssignale
Emotionale Ebene
Die psychische Belastung im Rahmen einer körperlichen Erkrankung äußert sich auf vielfältige Weise. Auf der emotionalen Ebene dominieren häufig anhaltende niedergeschlagene Verstimmungen bis hin zu einer Depression, das Gefühl innerer Leere sowie Ängste vor dem Fortschreiten der Krankheit, Schmerzen oder dem Verlust der Selbstständigkeit. Diese emotionalen Reaktionen sind keineswegs bloße Begleiterscheinungen, sondern greifen tief in das Erleben ein und erschweren die Krankheitsbewältigung, wenn Betroffene in einer Spirale aus Hilflosigkeit und sozialem Rückzug erstarren.
Körperliche und existenzielle Ebene
Auf der körperlichen und existenziellen Ebene zeigen sich Belastungssymptome oft in Form von chronischer Erschöpfung (Fatigue), Schlafstörungen, ausgeprägter Unruhe sowie Entfremdungsgefühlen gegenüber dem eigenen Körper. In der Psychoonkologie und somatischen Psychotherapie wird deutlich, dass auch Kognitionen stark beeinträchtigt sein können: Ein ständiges Grübeln über die Diagnose, Konzentrationsstörungen und das Erleben einer veränderten zeitlichen Perspektive belasten den Alltag zusätzlich. Das Erleben, nicht mehr nahtlos im eigenen Leben »zu funktionieren« wird dabei als großer Kontrollverlust erfahren.Gesamtprävalenz in Österreich
Epidemiologische Erhebungen in Österreich (darunter Daten der Österreichischen Gesundheitsbefragung ATHIS) belegen, dass rund 38 % der Bevölkerung mit einer chronischen körperlichen Erkrankung leben. Studien aus dem Bereich der Psychoonkologie und der biopsychosozialen Medizin zeigen, dass etwa ein Drittel bis die Hälfte aller Patient*innen mit Diagnosen wie Tumorerkrankungen, kardiovaskulären Störungen oder neurologischen Leiden im Verlauf ihrer Krankheit klinisch relevante psychische Folgebelastungen entwickelt – allen voran Anpassungsstörungen, Angstsyndrome und Depressionen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit einer professionellen Begleitung zur Krankheitsbewältigung in Wien.
Behandlungsmöglichkeiten und therapeutische Zugänge
humanistische Psychotherapie
Im Zentrum der humanistischen und interpersonellen Psychotherapie steht das Phänomen des erlebenden Menschen in seiner Ganzheit aus Leib, Geist und Beziehung. Statt die Erkrankung auf ein bloßes Symptom zu reduzieren, fokussiert der therapeutische Prozess auf die unmittelbare leibliche Erfahrung und die dialogische Begegnung. Im geschützten therapeutischen Gegenüber lernen Klient*innen, den veränderten Körper nicht als fremden »Gegner« zu betrachten, sondern als Ort des eigenen Spürens und Wiederfindens anzunehmen. Durch das phänomenologische Erforschen innerer Regungen werden verdeckte Ressourcen freigelegt, existenzielle Themen wie Endlichkeit, Angewiesenheit auf Andere und Autonomie reflektiert und neue Spielräume im persönlichen Erleben eröffnet.systemische Perspektive
Eine systemische Perspektive erweitert diesen Blickwinkel konsequent auf das soziale Umfeld und die familiäre Dynamik. Eine schwere Diagnose trifft nie ein Individuum isoliert, sondern versetzt das gesamte Beziehungssystem in Aufruhr, wodurch sich oft unbewusste Rollenveränderungen, Sprachlosigkeit oder gegenseitige Schonhaltungen etablieren. Durch systemische Interventionen werden Kommunikationsmuster aufgedeckt und neu strukturiert, emotionale Ko-Regulation gefördert und die Ressourcen aller Beteiligten einbezogen. So entsteht ein tragfähiges Netz, in dem Krankheit nicht als isoliertes Schicksal, sondern als gemeinsam getragene Herausforderung verarbeitet werden kann.
Unterstützung und Entlastung für Angehörige
Angehörige von schwer oder chronisch erkrankten Menschen stehen häufig unter einem großen, oft unsichtbaren Druck. Zwischen dem Wunsch nach voller Unterstützung, eigener Überforderung und der Angst vor dem Verlust geraten nahe Bezugspersonen nicht selten an die Grenzen ihrer eigenen emotionalen und körperlichen Belastbarkeit. Eine gezielte psychotherapeutische oder psychologische Begleitung eröffnet Angehörigen einen eigenen Entlastungsraum, um Überlastungssymptomen vorzubeugen, offene Kommunikation ohne Schuldgefühle zu erlernen und die eigene Abgrenzungsfähigkeit zu stärken. Nur wenn auch die Nächsten gestärkt werden, kann die familiäre Gemeinschaft eine nachhaltige Kraftquelle bleiben.Kontaktieren Sie uns jetzt und vereinbaren Sie einen Termin!
Hlawinka Verena
Integrative Therapie (IT)
Aktuell voll
Heilinger Leo
Integrative Gestalttherapie (IG)
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