Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden in Wien 1080

Psychosomatisches Leiden zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person anhaltend unter körperlichen Symptomen leidet, sich aber kein oder kein ausreichender medizinischer Befund dafür finden lässt. Betroffene werden häufig abgetan mit »Der*Die bildet sich das nur ein.« Psychotherapeutische und psychologische Begleitung können helfen, die Symptome zu verstehen und einen Ausweg zu finden.
Psychotherapie bei psychosomatischen Beschwerden in Wien 1080

Was bedeutet Psychosomatik?

Die Psychosomatik beschreibt das vielschichtige Wechselspiel zwischen psychischem Erleben und körperlichen Reaktionen. Wenn eine psychosomatische Erkrankung vorliegt, äußern sich innere Konflikte oder anhaltende psychische Belastungen in Form real erfahrbarer körperlicher Symptome, für die sich trotz eingehender medizinischer Abklärung keine hinreichende organische Ursache finden lässt. Aus psychodynamischer und humanistischer Sicht versteht die Psychosomatik den Körper nicht als fehlerhaftes Organ, sondern als Ausdrucksmittel der Psyche: Der Körper spricht dort, wo emotionale Worte fehlen oder relationale Spannungen den organismischen Selbstregulationsprozess blockieren.

Bedürfnisse von Klient*innen in der Therapie

Klient*innen mit psychosomatischen Beschwerden wandten sich bisher mit folgenden Bedürfnisse an uns:

  • Mit dem Wunsch, in ihrem Leiden ernst genommen zu werden und nicht als »eingebildet krank« abgewertet, mit Schuldzuweisungen bedacht oder stigmatisiert zu werden.
  • Mit dem Bedürfnis nach dem Verstehen der emotionalen Ursachen und der subjektiven Bedeutung ihrer Beschwerden. Auf diese Weise wird der eigene Körper nicht länger als feindseliger Störfaktor aufgefasst, sondern kann als Signalgeber begriffen werden.
  • Betroffene suchen nach dem Wiedererlangen von Selbstwirksamkeit, um Angstkreisläufe zu durchbrechen und ihr Erleben wieder aktiv gestalten zu können.
  • Mit dem Wunsch nach Linderung der psychosomatischen Beschwerden.
  • Eigene Bedürfnisse verlässlich zu erkennen und dafür einstehen zu können (z. B. Grenzziehung, »Nein« sagen dürfen).

Typische Symptome und Erscheinungsformen der Psychosomatik

Somatoforme Störungen

Somatoforme Störungen manifestieren sich primär im funktionellen Bereich des Organismus. Häufig berichten Betroffene über kardiovaskuläre und gastrointestinale Beschwerden wie Herzrasen, Engegefühle in der Brust, chronische Magen-Darm-Probleme, Reizdarmsymptome oder anhaltende Übelkeit. Auch Atemnot, Schwindelgefühle und funktionelle Schluckstörungen treten auf, ohne dass ein struktureller Gewebeschaden nachweisbar ist.

Schmerzsymptome

Darüber hinaus stehen Schmerzsymptome im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund. Dazu zählen chronische Rückenschmerzen, diffuse Gelenkschmerzen, Spannungskopfschmerzen sowie neurologisch anmutende Beschwerden wie Taubheitsgefühle oder motorische Unruhe. Ebenso prägen anhaltende Erschöpfungszustände (Chronic Fatigue) und Schlafstörungen häufig das Krankheitsbild.

Gesamtprävalenz in Österreich

Epidemiologische Erhebungen zur psychischen Gesundheit in Österreich verdeutlichen die hohe Relevanz dieses Themenfeldes. Die Lebenszeitprävalenz für funktionelle und somatoforme Störungen liegt in der allgemeinen Bevölkerung bei etwa 12 bis 18 Prozent, während in allgemeinmedizinischen Praxen bis zu 20 bis 25 Prozent der Patient*innen primär wegen körperlich nicht ausreichend erklärbarer Symptome Hilfe suchen. Studien des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP) unterstreichen zudem, dass rund 39 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Laufe ihres Lebens von behandlungsbedürftigen psychischen oder psychosomatischen Belastungen betroffen sind.

Psychotherapie Gespräch bei Psychosomatik in Wien 1080
Unsere erfahrenen Psychotherapeut*innen in Wien 1080 helfen Ihnen bei psychosomatischen Beschwerden weiter.

Integrative Behandlungsmöglichkeiten psychosomatischer Beschwerden

Eine effektive psychosomatische Behandlung setzt an der tiefen Verbindung zwischen emotionalem Erleben, Körperwahrnehmung und zwischenmenschlichen Beziehungen an. Im Rahmen humanistischer Verfahren nimmt die Körperpsychotherapie einen zentralen Stellenwert ein: Sie unterstützt Betroffene dabei, Emotionen wahrzunehmen, den körperlichen »Felt Sense« zu spüren und die Stress- und Traumaerfahrungen sanft zu lösen. Ziel ist es, die Eigenregulation des Organismus zu stärken und psychosomatische Beschwerden nachhaltig zu lindern.

In der Praxis für Psychotherapie und Psychosomatik in Wien ergänzt eine systemische Perspektive diesen Ansatz um einen Akzent auf Beziehungen und Kontext. Symptome werden hierbei nicht isoliert im Individuum betrachtet, sondern als Ausdruck von Dynamiken, Rollenmustern und Kommunikationsstrukturen innerhalb des sozialen Systems verstanden. Durch die Arbeit an Beziehungs- und Interaktionsmustern lassen sich systemische Belastungsfaktoren verändern und konstruktive Handlungsspielräume für das gesamte Umfeld eröffnen.

Unterstützung für Angehörige

Die körperliche Erkrankung eines Familienmitglieds belastet das gesamte Beziehungsgefüge. Für Angehörige bietet eine psychotherapeutische oder psychologische Begleitung einen geschützten Rahmen, um Überforderungsgefühle abzubauen und dysfunktionale Muster wie Co-Abhängigkeit oder Schonverhalten zu erkennen. Angehörige lernen, verständnisvoll zu unterstützen, ohne das Symptom ungewollt aufrechtzuerhalten, und gleichzeitig eigene Grenzen gesund zu wahren.

Kontaktieren Sie uns jetzt und vereinbaren Sie einen Termin!

Verena Hlawinka, Psychotherapeutin in 1080 Wien

Hlawinka Verena

Psychotherapeutin
Humanistischer Cluster:
Integrative Therapie (IT)

Aktuell voll

Carola Gassner, Klinische Psychologin in 1080 Wien

Gassner Carola

Klinische Psychologin

Aktuell voll

Judith Poiger, Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision in 1080 Wien

Poiger Judith

Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision
Humanistischer Cluster:
Personzentrierte Psychotherapie (PP)

Aktuell voll - Warteliste möglich

Heilinger Leo

Psychotherapeut
Humanistischer Cluster:
Integrative Gestalttherapie (IG)

Freie Plätze verfügbar