Gregor Steiner
Psychotherapeut
Systemischer Cluster,
Systemische Therapie (SF)
- Freie Plätze: Freie Plätze verfügbar
- Kosten pro Einheit: 120€ (Einzel), 200€ (Paareinheit à 90 Minuten)
- Teilrefundierung möglich: ja
(Informationen zu Krankenkassen) - Sozialtarife: auf Anfrage, derzeit alle Plätze vergeben
- Erstgespräch: 50 Minuten, kostenpflichtig
- Therapietage: Montag bis Freitag
Über mich
Mich faszinieren Menschen mit ihren Fähigkeiten, Perspektiven, Geschichten und wie sie diese nutzen, um ihr Leben zu gestalten und ihre Ziele zu erreichen. Mir ist es in der therapeutischen Arbeit ein besonderes Anliegen, mit dem Erleben und den Erzählungen meiner Klienten und Klientinnen besonnen, wertschätzend und respektvoll umzugehen und sie dabei zu unterstützen, ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten zu nutzen. Situationen und Probleme aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und dabei neue Perspektiven und Lösungen zu entdecken.
Berufserfahrung
Meine Berufserfahrungen habe ich im psychosozialen Feld gesammelt. Eine genauere Auflistung finden Sie auf meiner persönlichen Webseite.
Ausbildungsweg
Mein Weg zur Psychotherapie war kein geradliniger – und genau darin liegt für mich heute seine Bedeutung.
Nach meiner Schulzeit zog es mich zunächst fort aus Wien, nach Liechtenstein, wo ich eine Ausbildung zum Gärtner begann. Die Arbeit mit der Erde, mit Wachstum und den Zyklen der Natur hat mich tief geprägt. Ich habe gelernt, dass Entwicklung Zeit braucht, dass nicht alles planbar ist – und dass oft gerade im Unscheinbaren etwas Wesentliches entsteht.
Trotzdem blieb in mir eine leise Unruhe. Ich kehrte nach Wien zurück und begann, in einem Bestattungsunternehmen zu arbeiten. Diese Zeit war intensiv und konfrontierend. Täglich mit Abschied, Trauer und den großen Fragen des Lebens in Berührung zu kommen, hat in mir eine Sinnkrise ausgelöst – und zugleich den Wunsch geweckt, mich diesen Fragen bewusster zu stellen. Ich wollte verstehen, was Menschen trägt, wenn Gewissheiten ins Wanken geraten.
Auf der Suche nach Antworten begann ich ein Studium der Philosophie. Dort fand ich viele spannende Denkansätze, doch bald merkte ich, dass mir etwas fehlte: die unmittelbare Begegnung mit dem Menschen. Ich wollte nicht nur über das Leben nachdenken, sondern es in seiner Tiefe verstehen – im Dialog, im Erleben.
So führte mich mein Weg zur Psychologie. Hier fand ich eine Verbindung zwischen wissenschaftlichem Zugang und menschlicher Erfahrung. Doch erst mit der Entscheidung für die Ausbildung in systemischer Psychotherapie hatte ich das Gefühl, wirklich angekommen zu sein.
In der psychotherapeutischen Arbeit habe ich meine berufliche Heimat gefunden. Sie vereint für mich vieles von dem, was mich auf meinem Weg begleitet hat: die Geduld des Gärtners, die Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen, die Neugier des Suchenden und die Wertschätzung für individuelle Lebensgeschichten.
Heute verstehe ich meinen eigenen Weg als Teil dessen, was ich in meiner Arbeit weitergebe: die Überzeugung, dass Krisen Wendepunkte sein können, dass Entwicklung oft Umwege, Zeit und Erfahrungen braucht – und dass jeder Mensch die Fähigkeit in sich trägt, neue Perspektiven zu entdecken.
Meine Reise hat mich hierher geführt. Und gleichzeitig ist sie der Anfang eines Weges, auf dem ich Menschen ein Stück begleiten darf.
Zur Methode
Das für mich wichtigste Charakteristikum meiner Methode, der systemischen Therapie, ist die Sichtweise, dass Probleme nicht in Menschen zu finden sind, sondern zwischen Menschen und anderen Menschen oder zwischen Menschen und anderen Systemen (z.B.: Beziehungen, Familie, Freundeskreis, Arbeitsplatz, Gesellschaft, Politik, etc). Wie Klient*innen mit ihrem Umfeld in Beziehung gehen, kommunizieren, ihre Position in der Welt erleben und Lösungen entwickeln, sind zentrale Fragen der systemischen Therapie und meiner Arbeitsweise.